3 FPV Kameras am H550 Hexakopter

In der Regel installiert man eine FPV Kamera an einen Multikopter. Mit einer FPV Kamera ist das Sichtfeld je nach FOV (field of view) eingeschränkt und normalerweise auch starr in eine Richtung ausgerichtet. Mit einem Gimbal für die FPV Kamera in Verbindung mit einem Headtracker kann man diese zwar in bestimmte Richtungen schwenken. Auch hier kommt man je nach Position der FPV Kamera auch an Grenzen.

Ich habe mir daher gedacht, mache doch einfach mehrere FPV Kameras an den Hexakopter, und das nur beim Einsatz eines VTX (Videosender).

Um zwischen Videosignalen umschalten zu können, benötigt man einen Video Switcher. An den Switcher schließt man die Videosignale der Kameras an. Über ein Video-Out Kabel geht man dann an den VTX. Damit man die Kameras schalten kann, verbindet man den Switcher mit einen freien Kanal des Empfängers (RX).

Bis auf den Video Switcher hatte ich alle Teile in meiner „Wühlkiste“.

Die verwendeten Komponenten für das Projekt:

Was gibt es zu beachten?

Bei dem Blue Sky Video Switcher sind einige der Pins untereinander durchgeschleift, also verbunden. So gibt es zwei separate Stromkreise. Einmal die Stromversorgung des Video Swicher, hierfür werden 5V benötigt. Diese kann man über das angebrachte Servokabel dirrekt vom Empfänger abnehmen. Die Stromversorgung der FPV Kameras kann entweder autarkt stattfinden oder man nutzt den zweiten Stromkreis des Video Switcher. Die + Pins für die Kamera an Video-In und Video-Out sind miteinander verbunden. Hier muss man nun auf den Versorgungsspannungsbereich der Kamera achten. Die mir vorliegenden Kameras kommen alle mit 5V klar, daher habe die 5V Out meines  Videosenders verwendet um über den Video Splitter alle drei FPV Kameras mit Strom zu versorgen. Dies hat eine separate Stromverteilung für die Kameras erspart.

Welche Kamera für was?

Kamera 1 ist die FatShark mit 600 TVL. Diese habe ich als Flugkamera auf der Oberseite mit einem Winkel von etwa 30° nach oben montiert. Sie dient während dem Vorwärtsflug dazu ein möglichst gerades Bild mit Horiziont zu haben.

Kamera 2 ist die Eachine 1000 TVL. Montiert ist diese unterhalb an der Vorderseite des Kopters montiert und ist waagerecht zum Rahmen ausgerichtet. Während des „schwebens“ bietet diese Kamera einen horizontalen Blick.

Kamera 3 ist die Mini FPV Kamera mit 600 TVL. Diese ist für den Blick nach Unten unterhalb des Rahmens angebracht. Sie dient dazu, den Landeplatz zu sichten oder den Boden abzusuchen. Für letzteres ist diese aber wohl quailtativ nicht wirklich geeignet.

Erster Testflug mit drei FPV Kameras

Man merkt deutlich die qualitativen Unterschiede der verschiedenen FPV Kameras. Die teuerste der drei verwendeten Kameras ist die FatShark mit 600 TVL, welche mir persönlich ein sehr helles und kontrastarmes Bild liefert, ebenso wie die Mini FPV Kamera mit 600 TVL. Die Eachine 1000 TVL hingegen hat ein sehr kräftiges, doch ein zu dunkles Bild. Würde man anstelle dieser Kameras zum Beispiel eine Runcam Swift 2 verbauen, würde das Bild wohl um einiges besser ausfallen, zumal man bei den Runcams noch Feineinstellungen vornehmen kann.

Ich denke mit anderen Kameras kann man einen interessantes Projekt zur Absuchung von einem Gelände realisieren, zumal der verbaute Pixhawk Flugcontroller einige interessante Features dafür bietet.

Veröffentlicht von

Matthias

Seit 2012 begeisterter Kopterflieger mit der Affinität für Luftaufnahmen und FPV Racing.

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